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Saturday, 12 January 2013 01:29 |
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Die Erinnerung an den Hungerstreik in Long Kesh 1981 verbieten? Ein Kunstskandal in einer irischen Kleinstadt.
Die Monumentalarbeit »Fragments sur les Institutions Républicaines IV« des irischen Künstlers Shane Cullen war erstmals 1996 in der Dubliner Douglas Hyde Gallery zu sehen. In quasi unmittelbarer Nachbarschaft zum »Book of Kells«, der weltberühmten grandios illuminierten Evangelien-Handschrift aus dem 9. Jahrhundert, präsentierte Cullen seine in dreijähriger mönchischer Arbeit gemalten 64 Tafeln, auf die er die Kommunikation mit der Außenwelt der Gefangenen aus der Irisch-Republikanischen Armee und der Irish National Liberation Army, die 1981 in Long Kesh in den Hungerstreik traten, um ihre Anerkennung als politische Gefangene durchzusetzen, in Bodoni-Schrift übertragen hat.
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Tuesday, 04 December 2012 20:11 |
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Vorgeschobenes Anliegen: Der irische Film »Parked - Gestrandet«
Wenn einer am Morgen wach wird, die Tür öffnet und vors große blaue Meer tritt, muß das kein glücklicher Mann sein. Der arbeitslose Fred (Colm Meaney) ist kreuzunglücklich. Weil er sich keine bessere Bleibe leisten kann, haust er in seinem alten Mazda. Abgestellt hat er die Schrottschese an der irischen Küste. Nach Kräften hat Fred sich in der Armut eingerichtet. Die Autoreifen sind längst platt, das Badezimmer ein Wasserkanister im Kofferraum. Stütze vom Staat bekommt er nicht. Die Behörden verlangen einen festen Wohnsitz, eher zahlen sie nicht.
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Wednesday, 29 February 2012 16:33 |
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London/Wien – Ein Film des Belfast Regisseurs Terry George erhielt bei der diesjährigen Oscarverleihung die Auszeichnung für den besten Kurzfilm des Jahres.
Der Siegerfilm The Shore wurde von George in seinem Feriendomizil an der Küste der Grafschaft Down, südlich von Belfast gedreht. Er selbst ist auch der Produzent und Drehbuchautor des 30-minütigen Kurzfilms. Er beschrieb den Film als eine kleine Versöhnungsgeschichte in Mitten von 800 Jahren Teilung und Blutvergießen zweier Bevölkerungsgruppen.
Der Film handelt von zwei Jugendfreunden, Paddy und Joe, die aufgrund eines Missverständnisses während des Krieges im Norden Irlands in den 1980er Jahren getrennt werden und sich fortan nicht mehr sehen können. Beide leben infolge in sehr verschieden Welten. 25 Jahre später reist Joe wieder in Begleitung seiner 24-jährigen Tochter in seine alte Heimat, wo er seinen Jugendfreund wieder trifft.
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Thursday, 28 January 2010 19:21 |
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Die Bogside Artists aus dem nordirischen Derry bekommen den Kunstpreis der Joseph-Beuys-Stiftung
Mit dem diesjährigen Preis der Joseph Beuys/Demarco European Art Foundation werden die unter dem Namen Bogside Artists arbeitenden Künstler Tom Kelly, William Kelly und Kevin Hasson aus der nordirischen Stadt Derry ausgezeichnet. Die Bogside Artists nennen sich nach dem Stadtteil, in dem sie in den vergangenen Jahren auf zwölf Wandgemälden Szenen aus dessen bewegter Geschichte festgehalten haben. Richard Demarco sagte für die Preisverleiher, die Bogside Artists arbeiteten ganz im Sinne des Gründers und Namensgebers des Preises, Joseph Beuys. Sie setzten dessen Praxis fort, Kunst als Heilungsprozeß zu begreifen. Der Preis wird den Künstlern im Februar in der Bogside Gallery verliehen werden. Im November 2004 hatte Walter Momper (SPD), Präsident des Abgeordnetenhauses, eine dort geplante Ausstellung der Bogside Artists kurzfristig mit der Begründung abgesagt, diese sei »unausgewogen«. Einer der Künstler aus Derry sowie der Kurator waren mit polizeilichem Nachdruck am Betreten des Abgeordnetenhauses gehindert worden.
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Thursday, 31 December 2009 00:00 |
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Pól Mac Adaim singt auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz
Ein Paar Füße wippen immer mit. Das hier wird keine Spaßgesellschaft, sondern ein politisches Konzert – von Pól Mac Adaim am 9. Januar auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz. Pól Mac Adaim singt ja leicht entrückt, ist aber dabei sehr klar und bestimmt. Man könnte auch sagen: um sich einzumischen, nimmt er sich zurück.
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Wednesday, 04 February 2009 22:18 |
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Hunger, IRL 2008, R: Steve McQueen, 92 min., OmU, ab 15J.
Hunger, der erste Film des britischen Regisseurs Steve McQueen, gewann beim europäischen Filmfestival von Cannes 2008 die Goldene Kamera. Es ist eine kraftvolle und nahe gehende Darstellung des Hungerstreiks von 1981, in dessen Verlauf Sands und neun weitere Männer starben.
Hunger zeigt das Leben im Gefangenenlager Long Kesh und die mit den 1981 stattgefundenen IRA/INLA Hungerstreik zusammenhängenden Ereignisse. Das Drama handelt hauptsächlich von den Erfahrungen im Gefängnis von Bobby Sands, einem 27jährigen Belfaster und Mitglied der IRA, angeklagt des Waffenbesitzes und zu 14 Jahren Haft verurteilt. Sands starb am 5. Mai im Alter von 27 Jahren nach 66 Tagen im Hungerstreik. Er war der erste von zehn irischen Gefangenen, die 1981 im Hungerstreik starben. Sie kämpften für die Wiedererlangung des politischen Status („Special Category Status“) für gefangene Mitglieder der IRA und INLA in britischen Gefängnissen. Der politische Status wurde letztendlich am 3. Oktober 1981 wiedereingeführt, aber erst, als Sands und neun weitere Männer im qualvollen Hungerstreik gestorben waren.
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