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Kommentare zur Situation in Irland, dem irischen Republikanismus und dem internationalen Kampf gegen Imperialismus und Unterdrückung.
Die hier veröffentlichten Beiträge spiegeln nicht notwendigerweise die Position der Redaktion der Homepage www.irish-solidarity.net wider.
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Tuesday, 12 February 2013 11:06 |
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Der Versuch, die nominell linken Gruppen in Irland zusammenzubringen ist krachend gescheitert. Mit dem Ausscheiden der Socialist Party (SP) und andauernden internen Streitigkeiten ist die United Left Alliance (ULA, Vereinte Linksallianz) implodiert.
Die SP erklärte am 25. Januar: “Die Allianz war schon geschwächt, weil die einfache arbeitende Bevölkerung sich ihr nicht in wahrnehmbarem Umfang angeschlossen hat.”
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Saturday, 19 January 2013 11:15 |
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15 Jahre nach dem Friedensabkommen für Nordirland weckt der Flaggenstreit alte Ängste
Am 3. Dezember entschied die Mehrheit im Belfaster Stadtrat, die britische Flagge nur noch an wenigen Tagen im Jahr aufzuziehen. Seitdem protestieren Loyalisten, fast allabendlich kommt es zu Krawallen. Gegen ein Wiederaufflammen alter Konflikte tun sich friedliche Bürger und Geschäftstreibende zusammen.
Inmitten der Schlagzeilen um die andauernden Unruhen im nordirischen Flaggenstreit wollte das »Peace Gathering« (Friedensversammlung) ein positives Zeichen setzen. Auf Initiative verschiedener Künstler und Kulturgruppen versammelten sich am Sonntag über 1000 Menschen zum zweiten Mal seit Beginn der Proteste und Krawalle von Loyalisten vor der Belfaster City Hall, um der schweigenden Mehrheit lautstark Gehör zu verschaffen.
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Wednesday, 16 January 2013 10:21 |
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Der Künstler Robert Ballagh über die Krawalle in Belfast, die Verantwortung der Protestanten beim Flaggenstreit und den Friedensprozess. Interview: Ralf Sotscheck

Robert Ballagh ist einer der bekanntesten irischen bildenden Künstler und Präsident des Instituts für historische und kulturelle Studien in Dublin. Die Werke des 69-Jährigen hängen in der Nationalgalerie, im Ulster Museum und im Dürer-Haus in Nürnberg.
taz: Mr Ballagh, die Krawalle in Nordirlands Hauptstadt Belfast scheinen kein Ende zu nehmen. Warum ist es so entscheidend, den britischen Union Jack nicht mehr ständig, sondern nur an 17 besonderen Tagen im Jahr über dem Rathaus zu hissen?
Robert Ballagh: Um das zu erklären, muss man rund 400 Jahre zurückgehen. Damals siedelte die britische Krone treue protestantische Untertanen vor allem aus Schottland im Nordosten Irlands an und vertrieb die einheimische Bevölkerung in karge Landstriche. Deshalb kam es immer wieder zu Aufständen. Als Irland nach dem Bürgerkrieg 1922 geteilt wurde, behielt Großbritannien sechs der neun Grafschaften Ulsters, weil dort die Protestanten eine deutliche Mehrheit hatten. Nordirlands Premierminister sprach von einem protestantischen Staat für ein protestantisches Volk. Die katholischen Bürger zweiter Klasse formierten sich Ende der sechziger Jahre zur Bürgerrechtsbewegung, die vom Staat gewaltsam unterdrückt wurde. So kam es zu dem Konflikt, der mehr als 3.500 Menschen das Leben kostete. Das Belfaster Abkommen vom Karfreitag 1998 sollte einen Schlussstrich darunter ziehen, verlangte den Protestanten aber Kompromisse ab. Dazu kommen die demografischen Veränderungen, die ihnen Angst machen.
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Tuesday, 29 May 2012 20:42 |
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Am Donnerstag müssen die Iren Ja oder Nein zum EU-Fiskalpakt sagen. Aber das mit dem Nein ist in diesem Land eine komplizierte Sache.
Es gibt zweierlei Iren: den Jackeen und den Culchie. Beides sind recht abfällige Begriffe. Die Landbevölkerung nennt die Dubliner Jackeens, was sich von der britischen Nationalflagge, dem Union Jack, ableitet. Man will damit ausdrücken, dass die Hauptstädter in der irischen Geschichte stets stärker unter englischem Einfluss standen als der Rest der Bevölkerung. Die Endung „-een“ ist eine Verniedlichungsform, aber in diesem Fall nicht niedlich gemeint.
Die Dubliner wiederum bezeichnen die Landpomeranzen – und das sind in ihren Augen alle, die außerhalb Dublins wohnen – als „Culchies“, was phonetisch vermutlich auf das Dorf Kiltimagh in der abgelegenen Grafschaft Mayo zurückzuführen ist, wo sich Fuchs und Hase guten Tag sagen.
Die Unterschiede zwischen Stadt und Land wirken sich auch auf das Ja- und Neinsagen aus. In den ländlichen Gegenden ist die irische Sprache etwas weiter verbreitet als in der Hauptstadt. Im Irischen gibt es weder ein Nein noch ein Ja. Wenn man auf eine Frage antwortet, muss man das Verb verwenden. Fragt einen zum Beispiel jemand, ob man Hunger hat, antwortet man: „Ich habe.“ Oder eben: „Ich habe nicht.“ Interessanterweise ist es also so, dass nicht etwa die britisch geprägten Jackeens in Dublin aus Höflichkeit nicht Nein sagen könnten, sondern genau anders herum.
Die Abwesenheit des Wortes „Nein“ hat offenbar Auswirkungen auf die Mentalität der Culchies auf dem Land. Wenn der ortsansässige Unternehmer eine Baugenehmigung für 38 Ferienhäuser stellt, so legt niemand der Alteingesessenen Widerspruch ein, obwohl die Siedlung den Charakter des Dorfes zerstören würde. Man hofft stattdessen auf die Zugezogenen und ihr Nein zu dem Bauantrag. Wird der Antrag abgelehnt, ist man heilfroh. Aber man selbst würde einem Nachbarn nicht durch ein Nein Steine in den Weg legen, auch wenn der Weg noch so töricht ist.
Ganz anders in Dublin. Gute Zäune sorgen für gute Nachbarn, so lautet ein Sprichwort, das dort erfunden sein könnte. Und eigentlich ist ja auch ein Zaun ein mehr oder weniger fein verarbeitetes Nein aus Holz oder Maschendraht.
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Sunday, 22 January 2012 16:19 |
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Finden sie den Unterschied

Im Juni und Juli kam es zu schweren Ausschreitungen in mehreren Teilen Nord-Irlands, vor allem im Osten und Norden Belfast. Im August erschütterten schwere Unruhen in England die Weltöffentlichkeit. Viel wird seither über den Umgang der Behörden und der Polizei vor, während und nach derartigen Ausschreitungen diskutiert. Der Journalist des britischen Guardian, Henry MacDonald, begibt sich auf die Suche nach den Unterschieden zwischen London und Belfast.
Man fühlt sich an einen der Erfolgsfilme der 1980er Jahre erinnert, “Crocodile Dundee”, an die Szene in der Paul Hogan und seine Freundin von Straßenräubern überfallen werden. Eines der Gangmitglieder bedroht die beiden mit einem Messer und fordert Geld. Hogan schüttelt nur den Kopf und meint: „Das ist kein Messer.“ Dann zieht er eine gewaltige Machete hervor, um zu verdeutlichen, was er meint: „Also, das hier ist ein Messer.“ Daraufhin fliehen die verhinderten Räuber in Panik.
Dieser „das ist doch kein Messer“-Moment kommt einem in den Sinn, wenn man die Unruhen in England und Irland in diesem Sommer miteinander vergleicht. Niemand würde bestreiten wollen, dass die Vorkommnisse in mehreren englischen Städten im August schwerwiegend waren. Man denkt nur an die drei jungen Männer die von einem Unbekannten vorsätzlich überfahren wurden, als sie versuchten, eine Tankstelle auf der Dudley Road in Birmingham zu schützen.
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